Homepage Oberkail

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start

Maibäume haben eine lange Tradition

E-Mail Drucken PDF

Maibäume haben eine lange Tradition und dienen als Festbäume. Wer es am 14. Februar wieder einmal verpasst hat, seiner Angebeteten einen kleinen Gruß oder einen großen Blumenstrauß zu schenken, für den bleibt immer noch der 1. Mai.

So spät im Jahr reicht ein Blumenstrauß allerdings nicht mehr aus, jetzt muss schon ein ganzer Baum her - der Maibaum. Schon die alten Römer feierten am 1. Mai zu Ehren von Maia, der Göttin des Wachstums und der Fruchtbarkeit. Nach ihr wurde der Monat Mai benannt und später auch der Mai-Baum, um den auch die Römer tanzten. Die Germanen feierten am 1. Mai die Hochzeit der Göttin Freia mit dem Himmelsgott Wotan, indem sie einen jungen Birkenstamm mit ihrem frischen Grün aufstellten, ein Baum als Symbol erwachender Frühlingsfreude nach einem harten Winter sowie als Zeichen von Liebe und Verehrung. Doch erst im späten Mittelalter begannen die jungen Männer die Bäume abzuschlagen, mit bunten Bändern zu schmücken und ihrer Auserwählten vor die Haustür zu stellen.

Doch die Waldbesitzer hatten etwas gegen das illegale Schlagen. Wurden doch jedes Frühjahr unzählige junge Birken aus dem Wald geholt. Die Diebe sollten hart bestraft werden. Doch je gefährlicher das Maibaum-Setzen wurde, desto heldenhafter erschienen die jungen Männer. Die Birken wurden außerdem in die Ortschaften geholt, da diese die Frühlingsgöttin verkörperten und man diese schließlich auch im Dorf haben wollte. Die Fruchtbarkeit von Mensch und Tier hatte damals noch einen anderen Stellenwert als in der heutigen satten Zeit.

Er gilt außerdem als Zeichen Lebensspendender Kraft. Der Maibaum wurde errichtet, die Häuser geschmückt, und Frauen wie Männer schlugen sich mit frischen Birkenreisern. Dies regte die Durchblutung an, und wenn denn einmal erst das Blut ins Wallen gekommen ist, ist es mit der Fruchtbarkeit auch nicht mehr so weit hin. Solch unzüchtiges Treiben war selbstverständlich nicht zu dulden. Daher versuchten auch die Kirchenväter diesem unchristlichen Brauchtum Anfang Mai zu unterbinden. Jedoch vergebens.

Irgendwann taten sich Kirchenväter, Fürsten und Waldbesitzer zusammen, um diesem wilden Treiben ein Ende zu setzen. Und so gingen die Kirchenväter wieder einmal einen Kompromiss ein und machten aus dem unzüchtigen Maifeiertagen, den sehr züchtigen Fronleichnam. Und siehe da, fortan durften die Straßen wieder mit Birkenreisern geschmückt werden. Noch heute werden Birken als Maibaum verwendet. Doch die Zeiten sind vorbei, in denen man die Bäume klauen musste, heute kann der Maibaum in fast allen Ortschaften käuflich erwerben. 

Wer also einen Maibaum benötigt, sollte ihn an den offiziellen Verkaufsstellen erwerben und nicht illegal in Wäldern, in städtischen Parkanlagen und Grünflächen oder entlang von Alleen fällen. Wer bei einer solchen Aktion erwischt wird, dem drohen nach Auskunft der Landschaftsbehörde drastische Geldstrafen.

In Oberkail lädt die Freiwillige Feuerwehr zum errichten des Maibaumes am 30.4.2010 ab 18 Uhr herzlich ein.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 07. Juni 2010 um 14:46 Uhr  
Website seo

Übersetzer

German Dutch English French Italian Portuguese Russian Spanish Turkish

Wer ist Online

Wir haben 3 Gäste online

Lustisch Kehla Velkchen

Mehr als 10 Tage war Werner unterwegs, dann hatte er Paris erreicht; die Wette war gewonnen. Und so wurde durch die Fahrt mit dem Tretroller die historische Verbindung Paris-Oberkail- erneuert, wenngleich an dieser Erneuerung weder Könige noch Kaiser, weder Kanzler noch Präsidenten beteiligt waren. Es war halt eine „Grand Verschwisterung" zwischen einem lustigen Oberkader Burschen, einem Tretroller und der Weltstadt Paris, die dann später von der gesamten Dorfgemeinschaft begeistert aufgenommen und per Rundfunkwellen in den Äther hinaus verkündet und damit unvergesslich wurde. [Noch mehr Anekdoten]