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Ein neuer Brunnen ziert das Haus von Kayl: Das Geschenk der Arenbergischen Forstverwaltung zur 800-Jahrfeier der Gemeinde im letzten Jahr ist enthüllt. Gefertigt wurde es von dem Oberkailer Künstler Johann Baptist Lenz. Zwischen der Ortsgemeinde Oberkail und der Arenbergischen Forstverwaltung gibt es traditionell enge Beziehungen. "Sie bewirtschaften nicht nur den größten Teil unserer Gemarkung mit ihren Waldungen, sondern sie zeichnen sich auch aus als unser zuverlässiger Partner. Zuständig sind sie für die Hege, Pflege und Bejagung des Wildbestandes. Darüber hinaus sind sie schon über Jahrzehnte der größte Arbeitgeber vor Ort", beschreibt Ortsbürgermeister Rudolf Densborn das enge Verhältnis. Das hat sich auch im bei der 800-Jahrfeier im vergangenen Jahr gezeigt.
Aus diesem Anlass haben die Forstleute der Gemeinde ein ansprechendes Geschenk in Aussicht gestellt: Sie beauftragten den Oberkailer Künstler Johann Baptist Lenz, ein passendes Werk für die Gemeinde zu schaffen. Der bundesweit bekannte und anerkannte Künstler, der nun auch mit der Ehrenbürgerwürde seines Ortes ausgezeichnet wurde machte sich darauf an die Arbeit. "Das Ergebnis der künstlerischen Bemühungen wird hier und heute der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Wald, die Tiere von Feld und Forst und nicht zuletzt das Wasser, das aus den Tiefen der umliegenden Wälder uns als Lebensgrundlage dient und auch diesen neuen Brunnen speist, wurde zu einem wunderbaren Gesamtwerk gestaltet. Mit Können, Gefühl und Liebe zum Detail wurde jedes Tier, jede Pflanze, jedes Blatt kunstvoll geformt und in Gesamtheit vollendet", beschreibt Densborn das Kunstwerk. Nachdem der Künstler gemeinsam mit dem Ortsbürgermeister das Werk enthüllt hat, übt er sich in Bescheidenheit: "Etwas Passendes für meine Heimatgemeinde zu schaffen, das

war mir eine besondere Freude und Ehre", sagte Lenz, der sein Werk den Zuhörern näher erläuterte. Neben dem persönlichen Dank an den Künstler fanden die Gemeindeverantwortlichen natürlich besondere Dankesworte an den Stifter. So war es für die Oberkailer eine zusätzliche Freude, das Prinz Rodrigue von Arenberg nicht nur der Stifter des Brunnens ist, sondern am Tag der Enthüllung selbst Gast in der Eifelgemeinde war. "Ohne Sie, verehrter Prinz Rodrigue von Arenberg, wäre unser Traum von einem schmucken Brunnen ein Traum geblieben. Sie haben bei uns Träume Wirklichkeit werden lassen. Dafür bedanke ich mich im Namen der gesamten Bevölkerung", sagte Densborn. Der Musikverein Oberkail-Gindorf umrahmte die Feierstunde.
Text von: Rudolf Höser aus: Trierischer Volksfreund, 28.5.2002
Foto: Evi Mentz

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