Freundlich in einem weiten Wiesental gelegener und von nahen ausgedehnten Waldungen umgebener Ort. Er war früher Wohnsitz der Grafen von Manderscheid-Kail; Reste des Schlosses sind noch erhalten.
Sehenswürdigkeiten

Nordöstlich des Ortes, Richtung Schwarzborn, befindet sich die 1648 von dem Grafen von Kail erbaute Weihekapelle Frohnert.

In der Ortsmitte, Schloss Oberkail entstand anstelle einer quadratischen Burganlage mit runden Ecktürmen aus dem 14. Jahrhundert. Von der ehemaligen Burganlage blieben nur Teile der Ecktürme und der südlichen und nördlichen Umfassungsmauern erhalten. 1625 wurde die Anlage ausgebaut und völlig umgestaltet, und ein Herrenhaus mit gequadertem Torbogen, Renaissancefenstern und barockem Säulenportal entstand. An der Westseite befindet sich ein Torbogen, der den Zugang zum inneren Schlosshof bildet, um den sich die Reste des „Neuen Schlosses" gruppieren. Die Gebäude der Anlage wurden im 19. Jahrhundert zum Teil abgebrochen oder umgestaltet.

Lohnenswert ist ein Besuch der Pfarrkirche St. Michael. Pfarrgeschichtlich ist Oberkail auch schon über 700 Jahr bekannt. Die Pfarrei Oberkail wird erstmals in nicht näher datierten Akten des 12. Jahrhunderts erwähnt. Pfarrherren sind ab 1292 bekannt. 1330 und 1387 wird die Pfarrkirche als "Ecclesia de Keylle" in Steuerlisten aufgeführt. Der 1587 errichtete Turm ist bis heute erhalten. Das Kirchenschiff wurde 1658 durch Brand zerstört. 1789 wurde die Kirche neu gebaut (mit Ausnahme des Turms), weil das nach dem Brand von 1658 errichtete Schiff einzustürzen drohte. Dieser einfache Saalbau wurde dann 1969 zu einem Hallenbau mit freitragender Decke erweitert. Nachdem die Pfarrei vom Mittelalter bis weit in die Neuzeit herein viele Filialen besaß gehört heute nur noch der Ort Oberkail zur Pfarrei. Aufgrund der geänderten Strukturen innerhalb der katholischen Kirche bildet Oberkail heute mit vier Nachbarorten eine Seelsorgeeinheit, die von einem Gebietspfarrer geleitet wird, der seinen Sitz in Oberkail hat.
Bei Oberkail wurde die älteste steinzeitliche Siedlung in Rheinland-Pfalz nachgewiesen. Als "Keille" erstmals 1201 erwähnt. Ausbau der Burg durch die Grafen von Manderscheid-Kail. Anfang des 17. Jh. Umbau zum Schloß nach Versailler Vorbild durch Graf Karl Franz Ludwig. 1794 Aufhebung der Residenz durch die Franzosen und Privatisierung des adeligen Besitzes. 1836 kauft der Herzog von Arenberg die Wälder um Oberkail. Bis heute ist die Arenbergische Försterei der größte Arbeitgeber im Ort.
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Liste der Kulturdenkmäler in Oberkail
In der Liste der Kulturdenkmäler in Oberkail sind alle Kulturdenkmäler der rheinland-pfälzischen Ortsgemeinde Oberkail aufgeführt. Grundlage ist die Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz (Stand: 24. März 2010).







