Bürgerbarometer für Oberkails Zukunft steht auf grün!

Der Einladung zur Bürgerversammlung in Oberkail waren am 20. Mai 2022 mehr als 70 Einwohner gefolgt. Die meisten von ihnen erschienen frühzeitig, um in den Genuss eines halbstündigen Konzertes der Spielgemeinschaft Oberkail-Erdorf zu kommen. Mit sichtlicher Freude begeisterten die Musiker unter Leitung von Werner Turmann das Publikum und stimmten auf einen abwechslungsreichen Abend ein.

Buergerversammlung Musikver

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Ortsbürgermeisterin Petra Fischer die zahlreichen Gäste im Haus Kayl, darunter Josef Junk, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bitburger Land, Rudolf Rinnen, Kreisbeigeordneter, Sonja Vaupel, Leiterin der Grundschule Oberkail, sowie Melanie Baumeister und Hannah Heinz von der Neuland GmbH in Trier.  Thema des Abends war die Fortschreibung des Dorfentwicklungskonzeptes, das Oberkail in den nächsten 15 bis 20 Jahren auf seinem Weg begleiten soll.

Bevor Frau Baumeister das Wertekonzept sowie das räumliche Leitbild und einzelne Maßnahmen vorstellte, nutzte Frau Fischer die Gelegenheit, ein Résumé der letzten fünf Jahre zu ziehen, denn bereits 2017 hatte die erste Bürgerversammlung zur Zukunft der 600-Einwohner-Gemeinde stattgefunden.

Im Anschluss erfuhren die gespannten Zuhörer in Kurzvorträgen von den zahlreichen Vereinsvertretern, wie diese als Vereine die Pandemiezeit erlebt hatten und welche Zukunftspläne sie verfolgen. Alle Vereine erklärten, dass ihre Mitgliederzahlen in den letzten Jahren konstant geblieben seien und sie dafür ihren Mitgliedern überaus dankbar seien. Sie berichteten von zukünftigen Veranstaltungen und neuen Aktivitäten, wie z.B. neuer Garde- und Showtanzgruppen. Viele Vereinsaktionen, die während und trotz der Pandemie stattfanden, wurden erwähnt und mit viel Applaus gewürdigt.

VorstellungVereine

In ihrer informativen Rede brachte die Schulleiterin Sonja Vaupel das aufmerksame Publikum auf den neuesten Stand in Sachen Grundschule und nannte viele gute Gründe für den Schulstandort Oberkail, die auch fünf Jahre nach der erfolgreich abgewendeten Schulschließung ihre Gültigkeit haben – kleine Klassen, kurze Wege, Lehrpersonal und Betreuungskräfte, die sich mit der Schule und dem Dorf identifizieren, geregelter Unterricht während der Pandemie und Mitbestimmung der Kinder, z.B. in einem Kinderparlament.

Frau Baumeister übernahm im Anschluss die Moderation und erklärte mögliche Wege, wie Oberkail seine Zukunft gestalten kann. Dabei wurden sowohl ein Wertekonzept als auch ein räumliches Leitbild aufgezeigt. In vielen vorangegangenen Terminen mit Vertretern des Gemeinderates und Arbeitsgruppen hatten sich konkrete Maßnahmen herauskristallisiert. Nun war es Aufgabe des Publikums, diese Vorschläge in einem Bürgerbarometer zu priorisieren. Mit grünen und roten Punkten sowie Papier und Stift ausgerüstet, hatten die Einwohner eine halbe Stunde Zeit, sich den einzelnen Themenwänden im Detail zu widmen, zu diskutieren und zu bewerten. Davon wurde gerne und konzentriert Gebrauch gemacht. Die Ergebnisse fließen nun in den Abschlussbericht des Dorfentwicklungskonzeptes ein und sind ein wichtiger Anhaltspunkt für die weitere Planung.

BuergerversammlungPunkte

Nach dem informativen ersten Themenblock hatten die Oberkailer im zweiten Teil aktiv die Möglichkeit, sich einzubringen. Als konkrete Projekte stellte Petra Fischer vier Bereiche vor, die von engagierten Bürgerinnen und Bürgern in Eigenregie vorangetrieben und realisiert werden können.

Zusammenarbeit Kirche & Gemeinde: Insbesondere im Hinblick auf die zukünftige Gestaltung und Nutzung des Kirchenareals, aber auch im Dorfleben generell, soll eine Zusammenarbeit von Gemeinde und Kirche, auch unter Einbindung von Vereinen und Jugend, fokussiert werden.

Raum für Jugend(-engagement): Aktuell ist der Anteil an Kindern und Jugendlichen in Oberkail enorm hoch. Insofern sind die Jugendarbeit und das Anregen von Jugendengagement in allen Altersklassen sehr wichtig zur Entwicklung des Dorfes. Am Abend hat sich in diesem Projekt eine kleine Gruppe zur Diskussion zusammengefunden. Ziel ist es, den derzeitigen Jugendraum auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendliche auszurichten und gegebenenfalls neu auszustatten. Hierfür soll eine Jugendwerkstatt mit den Kindern und Jugendlichen im Sommer stattfinden.

Die Macher: In einer räumlich so großen Gemeinde wie Oberkail gibt es immer etwas zu tun. Bisher haben sich die Rüstigen Rentner um viele Projekte eigenständig und ehrenamtlich gekümmert – Brücken saniert, Wege angelegt, Hinweisschilder erneuert, Obstbäume geschnitten. Bei den „Machern“ sind alle Altersschichten willkommen, um die vielfältigen Ideen in die Tat umzusetzen und praktisches Wissen weiterzugeben.

Dorfchronik / Hausnamen: Hier war die spontane Resonanz besonders groß. Oberkail verfügt über eine sehr professionell gestaltete Ortschronik, die anlässlich der 800-Jahr Feier 2001 erschien. Nun gilt es, die nahe Vergangenheit ebenso gut für die Nachwelt zu konservieren. Einige der Autoren, die bereits bei der ersten Chronik mitgewirkt hatten, waren von dieser Idee angetan und bereit sich weitergehend zu engagieren. Neben der Fortschreibung der Dorfchronik sollen auch die Oberkailer Hausnamen zusammengetragen und in Form von Schildern an den Häusern festgehalten werden, bevor sie in Vergessenheit geraten.

Am Ende des Abends hatten die Oberkailer die Möglichkeit, sich in einem entspannten Rahmen weiter über die Projekte auszutauschen, sich den Projektgruppen anzuschließen und schließlich den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Die Veranstaltung hat gezeigt, wie groß das Interesse der Oberkailer Bürger ist, die Zukunft ihres Dorfes zu stärken, neue Weg zu gehen und gemeinschaftlich Projekte in die Tat umzusetzen.

Wer sich in einem der angesprochenen Projekte engagieren möchte, meldet sich bitte bei der Ortsbürgermeisterin zur weiteren Koordination.

Dorfchronik Hausnamen klein

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