
Oberkail. Rund 400 bis 500 Besucherinnen und Besucher kamen am Tag des offenen Denkmals nach Oberkail. Im ganzen Dorf herrschte reger Betrieb. Zahlreiche historische Häuser öffneten ihre Türen, und auch die Führungen durch die ehemalige Burg- und Schlossanlage sowie zu den historischen Gebäuden im Ortskern stießen auf großes Interesse.
Ein besonderer Höhepunkt war die Feierstunde mit mehr als 100 Gästen. Anlass waren das 825-jährige Bestehen der Gemeinde, der vorläufige Abschluss der zweieinhalbjährigen Zusammenarbeit der Oberkailer Zeitspuren mit KuLaDig Rheinland-Pfalz sowie die Umsetzung des Haustafelprojekts „Sicht.bar“.
Zu Gast waren Prof. Dr. Hannes Kopf, Präsident der SGD Süd, Christine Brehm, Landeskoordinatorin des KuLaDig-Kompetenzzentrums, und Florian Weber vom Institut für Kulturwissenschaft der Universität Koblenz. Gemeinsam mit den Oberkailer Zeitspuren wurde auf die Arbeit der vergangenen zweieinhalb Jahre zurückgeblickt, in denen zahlreiche Informationen zur Geschichte und Kulturlandschaft des Ortes aufgearbeitet und digital zugänglich gemacht wurden.
Besonders sichtbar wird diese Arbeit durch die inzwischen an fast 60 historischen Gebäuden angebrachten Haustafeln. Sie informieren vor Ort über die Geschichte der Häuser und ermöglichen über QR-Codes den Zugang zu weiterführenden Informationen bei KuLaDig. Eine der neuen Tafeln wurde während der Feierstunde stellvertretend für das gesamte Projekt enthüllt.
Neben den historischen Gebäuden gab es ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Ausstellungen, Kinderangeboten, Musik, Vorführungen und kulinarischen Angeboten. Viele Hausbesitzer ermöglichten den Gästen dabei einen persönlichen Einblick in ihre Gebäude und deren Geschichte.
Die Resonanz der Besucher war ausgesprochen positiv. Gelobt wurden insbesondere die Vielfalt des Angebots, die gute Organisation und die angenehme Atmosphäre. Auch Vertreter anderer Geschichtsvereine besuchten die Veranstaltung und nahmen Anregungen für eigene Projekte mit.
Der Tag machte deutlich, wie viel Geschichte in Oberkail unmittelbar vor Ort zu entdecken ist – und wie lebendig sie werden kann, wenn historische Gebäude ihre Türen öffnen und Menschen ihr Wissen darüber weitergeben.










